Database release:
SDF
NATURA 2000 - STANDARD DATA FORM

For Special Protection Areas (SPA),
Proposed Sites for Community Importance (pSCI),
Sites of Community Importance (SCI) and
for Special Areas of Conservation (SAC)

TABLE OF CONTENTS

1. SITE IDENTIFICATION

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1.1 Type

B

1.2 Site code

AT3318000

1.3 Site name

Bergmähwiesen in Obernberg am Brenner

1.4 First Compilation date

2019-09

1.5 Update date

2021-11

1.6 Respondent:

Name/Organisation:Amt der Tiroler Landesregierung; Abteilung Umweltschutz;
Address:               
Email:umweltschutz@tirol.gv.at

1.7 Site indication and designation / classification dates

Date site proposed as SCI:2019-09
Date site confirmed as SCI:2020-12
Date site designated as SAC: No information provided
National legal reference of SAC designation: No information provided

2. SITE LOCATION

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2.1 Site-centre location [decimal degrees]:

Longitude:11.428200
Latitude:47.033800

2.2 Area [ha]

132.0300

2.3 Marine area [%]

0.0000

2.4 Sitelength [km] (optional):


No information provided

2.5 Administrative region code and name

NUTS level 2 code Region Name
AT33Tirol

2.6 Biogeographical Region(s)

Alpine (100.00 %)

3. ECOLOGICAL INFORMATION

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3.1 Habitat types present on the site and assessment for them

Annex I Habitat types Site assessment
Code PF NP Cover [ha] Cave [number] Data quality A|B|C|D A|B|C
      RepresentativityRelative SurfaceConservationGlobal
6230  info      0.00 
6520  info      108  0.00 
  • PF: for the habitat types that can have a non-priority as well as a priority form (6210, 7130, 9430) enter "X" in the column PF to indicate the priority form.
  • NP: in case that a habitat type no longer exists in the site enter: x (optional)
  • Cover: decimal values can be entered
  • Caves: for habitat types 8310, 8330 (caves) enter the number of caves if estimated surface is not available.
  • Data quality: G = 'Good' (e.g. based on surveys); M = 'Moderate' (e.g. based on partial data with some extrapolation); P = 'Poor' (e.g. rough estimation)

3.2 Species referred to in Article 4 of Directive 2009/147/EC and listed in Annex II of Directive 92/43/EEC and site evaluation for them

Species Population in the site Site assessment
G Code Scientific Name S NP T Size Unit Cat. D.qual. A|B|C|D A|B|C
      MinMax  Pop.Con.Iso.Glo.
  • Group: A = Amphibians, B = Birds, F = Fish, I = Invertebrates, M = Mammals, P = Plants, R = Reptiles
  • S: in case that the data on species are sensitive and therefore have to be blocked for any public access enter: yes
  • NP: in case that a species is no longer present in the site enter: x (optional)
  • Type: p = permanent, r = reproducing, c = concentration, w = wintering (for plant and non-migratory species use permanent)
  • Unit: i = individuals, p = pairs or other units according to the Standard list of population units and codes in accordance with Article 12 and 17 reporting (see reference portal)
  • Abundance categories (Cat.): C = common, R = rare, V = very rare, P = present - to fill if data are deficient (DD) or in addition to population size information
  • Data quality: G = 'Good' (e.g. based on surveys); M = 'Moderate' (e.g. based on partial data with some extrapolation); P = 'Poor' (e.g. rough estimation); VP = 'Very poor' (use this category only, if not even a rough estimation of the population size can be made, in this case the fields for population size can remain empty, but the field "Abundance categories" has to be filled in)

3.3 Other important species of flora and fauna (optional)

Species

Population in the site

Motivation

Group CODE Scientific Name S NP Size Unit Cat. Species Annex Other categories
     MinMax C|R|V|PIVVABCD
1762Arnica montana                   
  • Group: A = Amphibians, B = Birds, F = Fish, Fu = Fungi, I = Invertebrates, L = Lichens, M = Mammals, P = Plants, R = Reptiles
  • CODE: for Birds, Annex IV and V species the code as provided in the reference portal should be used in addition to the scientific name
  • S: in case that the data on species are sensitive and therefore have to be blocked for any public access enter: yes
  • NP: in case that a species is no longer present in the site enter: x (optional)
  • Unit: i = individuals, p = pairs or other units according to the standard list of population units and codes in accordance with Article 12 and 17 reporting, (see reference portal)
  • Cat.: Abundance categories: C = common, R = rare, V = very rare, P = present
  • Motivation categories: IV, V: Annex Species (Habitats Directive), A: National Red List data; B: Endemics; C: International Conventions; D: other reasons

4. SITE DESCRIPTION

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4.1 General site character

Habitat class % Cover
N1188.00
N176.00
N231.00
N255.00

Total Habitat Cover

100

Other Site Characteristics

Die Bergmähwiesen in Obernberg am Brenner stellen aktuell bewirtschaftete Vorkommen des LRT 6520 Bergmähwiesen dar. Diese für inneralpine Zentrallagen sehr typische Lage für Bergmähwiesen stellt eine besonders charakteristische und repräsentative Ausprägung in Form eines inneralpinen Lärchenwald- und Lärchenwiesentyp auf Silikat dar. Das Gebiet liegt auf einer Seehöhe von ca. 1590 bis 2140m ü. A. zwischen der montanen und -im obersten Randbereich - der unteren alpinen Höhenstufe auf silikatischem (Quarzphyllit) Ausgangsgestein. Die Flächen sind zum Teil als steil und sehr gut strukturiert zu beschreiben. Sie werden teils noch händisch mit Sense gemäht. Die Artenzusammensetzung der untersuchten Bergmähwiesen variiert zum Teil stark. Der Hauptanteil des untersuchten Gebietes wird von steilen bis sehr steilen, süd- bis südostdominierten Hangflanken dominiert. Nach oben, vor allem oberhalb der Waldgrenze weist das Gelände häufig flachere Hangneigungen auf. Starker Südwind mit starker Austrocknungswirkung ist ein weiterer prägender Faktor für diese Lebensräume. Besonders bedeutend wird dieser Stressfaktor oberhalb der Wald- bzw. Baumgrenze. Hier finden sich auf Kuppen auch bereits schon ausgesprochene Windeckengesellschaften. In den oberen, sehr aufgelockerten Lärchen dominierten Waldbereichen finden sich stellenweise markante Nackentälchen mit Felskuppen und kleine Hangverflachungen, die wechselfeuchte Ausprägungen der Bergmähwiesen mit Übergängen zu kleinflächigen Niedermooren aufweisen. Grünerlenbestände begleiten mehrere, zum Teil tief eingeschnittene kleine Bachläufe mit ausgeprägter Hochstaudenflur, die zahlreiche subalpine Arten beinhalten. In den obersten Bereichen strahlen stark Arten subalpiner und alpiner Zwergstrauchgesellschaften herein. Aufgrund der acidophilen Bodenverhältnisse treten stark Arten aus bodensauren Bürstlingrasen und - weiden inneralpiner Provenienzen herein. In Mulden - vor allem in Nackentälchen - kommt es aufgrund der Nährstoffakkumulation kleinflächig zur Bildung qualitativ besserer Böden.

4.2 Quality and importance

Die vegetationskundlichen Erhebungen im August 2018 ergaben, dass die Bergmähwiesen in Obernberg am Brenner bewirtschaftete Bergmähwiesen im Sinne der Definition der FFH-Richtlinie im Umfang von 108,06 ha. auf Silikatgestein (Quarzphyllite) darstellen und von hohem Artenreichtum und überwiegend (über 70%) hervorragender Qualität des Erhaltungszustandes sind. Weitere 28,90 ha, also noch einmal 27%, sind als Bergmähwiesen anzusprechen, die noch keinen Erhaltungszustand zugewiesen bekommen haben, da sie von der aktuellen Bewertung ausgenommen waren. Sie waren über das österreichische Umweltprogramm aber gefördert und entsprechend extensv bewirtschaftet worden. Daher erhielten sie den Status von Potentialflächen mit aktueller Mahd. Die darüber hinausgehenden Flächen mit 18,68 ha Flächengröße sind aktuell nicht bewirtschaftet bzw. weisen z.N. zu dichten Baumbewuchs auf. Sie stellen ebenso Potentialflächen für die Zukunft dar. Insgesamt ist die große Höhenamplitude bemerkenswert, die von 1590 bis 2140 Mater Seehöhe reicht. Zwischen den und angrenzend an die Bergmähwiesen erhobenen Flächen befinden sich noch folgende Lebensräume bzw. Biotopeinheiten:Silikatfelsen mit charakteristischer Flechten- und Felsvegetation, ganz kleinflächig silikathaltige Blockhalden, Krummholzbestände aus größerflächigen Grünerlen- und vereinzelt eingesprengten Latschengebüschen auf Silikat, bodensaure, alpine Rasen (Borstgrasrasen), einige Verflachungen in Mulden und Senken oberhalb der Waldgrenze mit charakteristischen Schneeböden auf Silikatgestein, zum Teil größerflächige Vernässungsbereiche mit Quellfluren und Niedermooren sowie der Ufervegetation von mehreren Bachläufen (zB Moser- oder Schmirnbach).Durch die Steilheit und weitgehende Entlegenheit (mit nur punktueller Erschließung) kann so gut wie keine Düngung vorgenommen werden. Auch Düngeeintrag durch Weidetiere ist hier kaum möglich, da das Gebiet in seiner Bewirtschaftung traditionell nur auf Mähen angelegt ist. Es liegt hier die Jahrhunderte alte bewirtschaftungsweise in Form der so genannten "zweigrasigen Mahd" (jedes zweite Jahr) vor. Es wird also die Hälfte eines "Feldes" das erste Jahr und das darauf folgende Jahr die zweite Hälfte gemäht. So kann sich die andere Seite in Ruhe wieder aufbauen und entsprechend große Mengen und Vielfalt an Samen produzieren. Auch aktuell wird eine an die geringe Biomasse angepasste Bewirtschaftungsform fortgeführt. Aus diesen Tatsachen lässt sich die hohe Gesamtqualität (EHZ A) der untersuchten Bergmähwiesen erklären. Dementsprechend ergibt sich auch eine hohe Artenanzahl von zumeist 45 Arten pro Aufnahmefläche. Folgende charakteristische Arten laut dem Interpretation Manual zur FFH RL wurden nachgewiesen: Campanula glomerata, Geranium sylvaticum, Knautia sylvatica (=maxima), Primula elatior, Silene vulgaris, Pimpinella major, Anthoxanthum odoratum, Trisetum flavescens und Salvia pratensis. Es können noch folgende weitere charakteristische Arten, die in diesem Gebiet vorkommen, beispielhaft angeführt werden: Aconitum napellus, Alchemilla alpina, Alchemilla vulgaris, Anthoxanthum alpinum, Arnica montana, Aster alpinus, Camoanula barbata, Centauria scabiosa, Crepis aurea, Festuca rubra, Gentiana acaulis, Gentiana germanica, Gentiana verna, Gymnadenia conopsea, Lotus corniculatus, Phleum alpinum, Phyteuma betonicifolium, Pimpinella saxifraga, Poa alpina, Pulsatilla alpina ssp. apiifolia, Rhinathus alectorolophus, Scabiosa columbaria, Soldanella pusilla, Thalictrum minus, Thymus polytrichus, Trifollium alpinum, Trifolium aureum. Durch die große Höhenlage ist die Gefahr der Wiederbewaldung nicht gegeben.

4.3 Threats, pressures and activities with impacts on the site

The most important impacts and activities with high effect on the site

Negative Impacts
RankThreats and pressures [code]Pollution (optional) [code]inside/outside [i|o|b]
HA02.01No
Positive Impacts
RankActivities, management [code]Pollution (optional) [code]inside/outside [i|o|b]
HA03.02o

Rank: H = high, M = medium, L = low
Pollution: N = Nitrogen input, P = Phosphor/Phosphate input, A = Acid input/acidification,
T = toxic inorganic chemicals, O = toxic organic chemicals, X = Mixed pollutions
i = inside, o = outside, b = both

4.4 Ownership (optional)

Type[%]
PublicNational/Federal0
State/Province0
Local/Municipal0
Any Public0
Joint or Co-Ownership0
Private100
Unknown0
sum100

4.5 Documentation (optional)

STURM A. (2019): Natura 2000 - Bergmähwiesen in Obernberg am Brenner; Fachgrundlage LRT 6520 - Bergmähwiesen

5. SITE PROTECTION STATUS

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5.1 Designation types at national and regional level (optional):

Code Cover [%]
AT04100.00

5.2 Relation of the described site with other sites (optional):


No information provided

5.3 Site designation (optional)


No information provided

6. SITE MANAGEMENT

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6.1 Body(ies) responsible for the site management:

Organisation:Amt der Tiroler Landesregierung, Abteilung Umweltschutz
Address:
Email:umweltschutz@tirol.gv.at

6.2 Management Plan(s):

An actual management plan does exist:

Yes
No, but in preparation
X
No

6.3 Conservation measures (optional)

Durch ein spezifisches Förderpaket wird versucht, die Schutzziel gemäße Bewirtschaftung aufrecht zu halten.

 

7. MAP OF THE SITE

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INSPIRE ID:
Map delivered as PDF in electronic format (optional)
X
Yes
No

SITE DISPLAY